Consent in unserer Domina-Sklave-Beziehung
Weißt du wirklich, was du willst? Und kannst du es auch aussprechen?
Consent im BDSM-Bereich ist mehr als ein Nicken und Geschehen lassen. Gegenseitiges Einverständnis bedeutet, dass wir unsere Wünsche und Fantasien (aber auch unsere Grenzen) klar kommunizieren. In einer Begegnung mit einer Domina spielen diese Überlegungen eine zentrale Rolle. Du solltest wissen, wie ich spiele, was ich von dir erwarte und in welchem Rahmen wir uns bewegen. Deswegen erkläre ich dir hier ausführlich meine Philosophie zu Consent im Domina-Bereich.
Über Grenzen zu gehen ist kein Verdienst
Viele Subs denken, der ideale Sklave hat keine Grenzen und lässt alles mit sich machen, was seine Herrin von ihm verlangt. Das ist falsch.
Grenzen sind nur dann spannend, wenn man mit ihnen spielen kann. Grenzenlose Hingabe ist nicht nur unrealistisch, sie ist langweilig. Als Sadistin will ich mich daran erfreuen, wie du an dein Limit kommst und dich (über-)windest. Dafür musst du dich selbst wahrnehmen und spüren – eine Herausforderung, der nicht alle Sklaven gewachsen sind.
Wenn du an einem Haken von der Decke hängst, dein Mund geknebelt und deine Arme gefesselt, solltest du die Grenzen deines Körpers kennen. Für deine eigene Sicherheit (und für meine) solltest du wahrnehmen und kommunizieren können, wie nahe du z.B. der Ohnmacht bist. Das ist natürlich ein Extrembeispiel, aber es gilt in zahlreichen anderen Situationen genau so.
Du vertraust deiner Herrin die Kontrolle über die Situation an, wenn du dich ihr unterwirfst. Mir ist es wichtig, dass du dabei nicht aus purer Geilheit handelst, sondern die Risiken realistisch einschätzen kannst. Erst dann sprechen wir darüber, wie eine Session zwischen uns ablaufen kann.
So regele ich Consent in meinen Sessions
Das Leben ist geradezu lebensgefährlich. Ob im Straßenverkehr, beim Sport oder im Nachtleben: Wir gehen jeden Tag Risiken ein. BDSM ist da keine Ausnahme, und gleichzeitig doch ganz anders. Denn wir verhandeln und sprechen über das, was wir miteinander tun.
Consent (engl.: Einvernehmlichkeit) ist der Grundsatz, dass alle Handlungen und Praktiken abgesprochen und im gegenseitigen Einverständnis geschehen. Es ist ein Grundpfeiler der BDSM-Subkultur und der Kern meiner Arbeit als Domina. Gleichzeitig ist es eine beinahe philosophische Frage: Wie funktioniert Consent, wenn jemand Nein schreit, aber Ja meint?
(Kleine Tangente: Das macht den Reiz von Consensual Non-Consent aus: Fantasien, die mit bewusster Grenzüberschreitung spielen, bei denen das „Safeword“ missachtet wird, bei denen sich die Domina gewaltsam durchsetzt und Grenzen sprengt. Das ist ein schwieriges und komplexes Thema, dem ich in Zukunft einen eigenen Raum geben werde.)
Wir sprechen hier über Risk-Aware Consensual Kink. Vieles, was wir im BDSM tun, ist von Natur aus riskant. Wir müssen dieses Risiko anerkennen, um im gegenseitigen Einverständnis damit zu spielen. Für mich gehört dazu, dass ich mich auf deine Kommunikation verlassen kann.
„Stopp“ ist kein Stoppwort: Meine Safewords im BDSM
Ich benutze in meinen Sessions nicht „Stopp“ als Stoppwort, sondern den Ampelcode für eine bessere Kommunikation über Grenzen:
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„Grün“: Das fühlt sich gut an, lass uns weitermachen!
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„Gelb“: Wir nähern uns einer Grenze, aber ich will weiterforschen!
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„Orange“: Lass uns bei der nächsten Chance aufhören!
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„Rot“: Sofort Stopp!
Wir können uns natürlich auch auf ein anderes System einigen. In Sessions, bei denen dein Mund andersweitig beschäftigt ist, nutze ich am liebsten einen kleinen Gegenstand, den ich dir in die Hand lege. Wenn du ihn fallen lässt, ist das unser Stoppzeichen.
Nur wer sich selbst spürt, kann mir dienen
In meinen langjährigen Beziehungen zu meinen Sklaven habe ich einen interessanten Trend beobachtet. Nach einiger Zeit – manchmal Wochen, manchmal Jahre – beginnen einige Sklaven nach Praktiken zu betteln, die vorher tabu waren (z.B. KV oder Ballbusting). Nicht, weil sie auf einmal auf den Geschmack gekommen sind, sondern weil sie mir eine Freude machen wollen. Vielleicht auch, weil unsere Beziehung so tief und von Vertrauen geprägt ist, dass sie sich auch bei härteren Praktiken sicher fühlen. Die Grenze ist nicht immer ganz klar. Auch mir nicht.
Das ist einer der interessantesten Momente in einer Session. Ich finde es spannend zu beobachten, welche Emotionen über dein Gesicht huschen. Manche Sklaven sind von sich aus verbal expressiv, sie stöhnen und brabbeln und betteln. Das macht es leichter, ihren Gefühlszustand abzulesen.
Andere haben noch Schwierigkeiten, sich selbst zu spüren. Sie erkennen ihre eigenen körperlichen Grenzen nicht und kämpfen gegen die Emotionen, die hochkommen. Das macht es für mich schwieriger.
Ich stecke nicht in deinem Kopf (auch wenn es sich so anfühlt) und kann nicht von außen beurteilen, wie es dir geht. Wenn du aus missverstandener Hingabe heraus deine Grenzen überschreitest, tust du mir keinen Gefallen. Merke dir das.
Consent bei meinen Videosklaven: Das verlange ich von dir
Als Videosklave stehst du mir für Videodrehs und Shootings zur Verfügung. Das bedeutet, dass sich die Machtdynamik nicht nur zwischen uns abspielt, sondern dass noch eine Performance für die Kamera hinzukommt. Das macht es noch schwieriger, Consent zu wahren.
Meine Videosklaven bekommen einen Drehvertrag, der Verwendungsrechte und andere rechtliche Details klärt. Außerdem sprechen wir vorher ausführlich darüber, in welchen Bereichen du belastbar bist und als Drehpartner dienen kannst.
Die Rolle ist nicht für Anfänger geeignet. Du solltest deine Grenzen kennen und vorher kommunizieren können. Bewirb dich nur dann als Videosklave, wenn du Erfahrung mit BDSM-Szenen hast und generell belastbar und verlässlich dienen kannst. Es nützt mir nichts, wenn wir den Dreh abbrechen müssen, weil du deine Grenzen überschätzt.
Consent in einer Domina-Beziehung: Meine Philosophie
Wir sind Grenzgänger im BDSM. Und das verlangt – neben einer harten Hand – auch ein gewisses Feingefühl. Bei dir. Und bei mir.
Es ist nicht immer ganz klar, wo die Grenzen liegen. Vielleicht schaffst du doch mehr, als ich dir zutraue. Vielleicht musst du früher abbrechen. Vielleicht kannst du das selber gar nicht so genau einschätzen. All das ist okay und darf sein.
Mir ist wichtig, dass unsere Begegnung auf einer realistischen Basis beginnt. Deine Erwartungen sollten so klar sein wie meine. Dann ist in unserer Session (fast) alles erlaubt.
Weißt du wirklich, was du willst? Ich will, dass du es sagst.
Auf dem Foto: Meine allererste Shibari Aufhängung mit meinem treuen Eigentum.

